Richtlinie für Notdienste
Gültig ab 1. Juni 2026
Diese Notdienstrichtlinie gilt für MultiTEL-Sprach- oder Mobilfunkdienste nur dort, wo Notrufe für die jeweilige Nummer, das Gerät, die Leitung, das Land und die Dienstadresse ausdrücklich eingeschlossen, aktiviert und korrekt konfiguriert sind. Sie ergänzt den 911-Nachtrag – Hinweise und Offenlegungen und die Nutzungsbedingungen.
1. Verfügbarkeit und geografischer Geltungsbereich
MultiTEL unterstützt 911 oder E911 für berechtigte Dienste in den Vereinigten Staaten und Kanada, sofern die Funktion ausdrücklich aktiviert ist. Verfügbarkeit, Routing-Methode, Standortübermittlung, Rückruffähigkeit und die Bearbeitung durch spezialisierte 9-1-1-Anrufzentralen Dritter variieren je nach Dienst und Standort.
MultiTEL gibt kein allgemeines Versprechen ab, dass 112, 110 oder eine andere länderspezifische Notrufnummer in ganz Europa oder anderswo verfügbar ist. Notrufe außerhalb der Vereinigten Staaten und Kanadas sind nur verfügbar, wenn ein Serviceauftrag oder ein Produkthinweis ausdrücklich das Land, die Notrufnummer, die Routing-Methode und die Einschränkungen benennt. Insbesondere darf 110 nicht als allgemeine europäische Notrufnummer betrachtet werden.
2. Registrierter Standort
Sie müssen vor der Nutzung eines notruffähigen Dienstes einen gültigen, genauen und vollständigen registrierten Standort angeben, einschließlich Wohnung, Suite, Etage oder anderer Angaben, anhand derer Einsatzkräfte den Nutzer finden können, sofern zutreffend. Sie müssen den Standort aktualisieren, sobald ein Gerät, ein Nutzer, eine Nummer oder ein Dienst umzieht. Änderungen erfordern möglicherweise eine Validierung und treten möglicherweise nicht sofort in Kraft. Ein falscher oder veralteter Standort kann einen Anruf an die falsche spezialisierte 9-1-1-Anrufzentrale eines Dritten leiten oder den Einsatzkräften falsche Informationen liefern.
3. Einschränkungen bei internetbasierter und nomadischer Nutzung
Notrufe können bei einem Strom-, Breitband-, Internet-, Mobilfunknetz-, DNS-, Geräte-, Software-, Konfigurations-, Konto- oder Upstream-Anbieter-Ausfall fehlschlagen oder verzögert werden; wenn ein Gerät bewegt wird; wenn der registrierte Standort fehlt oder ungültig ist; oder wenn der Dienst ausgesetzt oder nicht verfügbar ist. Einsatzkräfte erhalten möglicherweise nicht automatisch den Standort oder die Rückrufnummer des Anrufers. Der Anrufer sollte bereit sein, den Standort, die Rückrufnummer und die Art des Notfalls anzugeben, und sollte nicht auflegen, bis er dazu aufgefordert wird.
4. Pflichten von Kunden und Anbietern
Kunden müssen alle Nutzer über diese Einschränkungen informieren, Kennzeichnungen oder andere auffällige Hinweise bereitstellen, wo sie erforderlich sind, Alternativen für Notrufe vorhalten und sicherstellen, dass Administratoren keinen Nutzer ohne den erforderlichen Standort und die erforderlichen Hinweise freischalten. Kommunikationsanbieter/Wiederverkäufer müssen rechtlich ausreichende Hinweise weitergeben, genaue Standorte der Nutzer ihrer weiterverkauften Dienste erfassen und übermitteln sowie die für ihre Rolle erforderlichen Notdienst-Aufzeichnungen und Kontrollen führen.
5. Testanrufe
Führen Sie keine beiläufigen oder unangekündigten Testanrufe an eine Notrufnummer durch. Tests dürfen nur im Rahmen eines von MultiTEL und der zuständigen Notfallbehörde oder dem Testdienst genehmigten Verfahrens durchgeführt werden. Der Kunde ist für Kosten, Störungen oder Strafen verantwortlich, die durch unbefugte Tests verursacht werden.
6. Notfallalternativen
Halten Sie eine alternative Möglichkeit bereit, Notrufdienste zu erreichen, etwa einen ordnungsgemäß eingerichteten Mobilfunk- oder herkömmlichen Telefonanschluss. Verlassen Sie sich für Notrufe nicht auf einen MultiTEL Service, es sei denn, das Konto bestätigt, dass der Notrufdienst für die Nummer aktiv ist und der registrierte Standort aktuell ist.